Besandungsanlage

BesandungsanlageDie Besandungsanlage gehört zum Bahnbetriebswerk wie die Bekohlungsanlage oder andere bauliche und technische Anlagen. Der sichere Betrieb bei der Eisenbahn setzt eine ausreichende Haftreibung zwischen den Schienen und den Rädern der Lokomotive voraus. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit ein Hilfsmittel (Sand) zwischen Schiene und Rad zu bringen um die Reibung zu erhöhen (gerade bei Nässe oder verschmierten Gleisen) und ein „Durchdrehen“ bzw. Schleudern der Antriebsräder zu vermindern. Der Sand muß ein sehr scharfkantiges Gefüge haben (ähnlich Seesand) und trocken sein. Außerdem durfte er keine Ton-, Lehm- oder Steinrückstände enthalten.

Dieser Sand wurde den Bahnbetriebswerken in der Regel in loser Schüttung angeliefert. Dort mußte er aufbereitet und getrocknet werden. Das heißt, der Sand wurde in speziellen Lagern- oder Schuppen gelagert. Für die Trocknung wurde der Sand in ein Gebäude mit einem Trocknungsofen verbracht, wenn nicht der Lagerschuppen schon über diese Trocknungseinrichtung verfügte. Der durch die Einrichtung getrocknete Sand rieselt in einem unter dem Ofen befindlichen Aufnahmebehälter und wurde dann mit weiteren technischen Hilfsmitteln (Eimern, Karren oder Druckluft) zum Behälter des Triebfahrzeuges befördert. Der Transport, mittels Eimern oder Karren wurde nur auf Kleinbahnen bzw. in der Epoche 1-2, bei den einzelnen Länderbahngesellschaften praktiziert.Besandungsanlage von oben

Der getrocknete Sand wird, mittels Druckluft , in ein Behältnis oberhalb der max. oberen Begrenzung (d.h. Höhe der eingesetzten Tfz.) befördert, in den (Hochbunker) Besandungsturm. Von diesem Hochbehälter wird der Sand (per Schwerkraft) über Rohre und Schlauchleitungen zu den Behältnissen der Triebfahrzeuge befördert. Die Dampflokomotiven, welche ja mein Hauptinteresse sind, haben ein oder zwei Sanddome, welche von der Abwärme des Kessels „gespeist“ werden und somit den Sand trocken halten. Bei Diesel- oder E-Lokomotiven wird der Sand in seitlichen, in der Nähe der Scheibenräder, liegende Kästen gelagert und über Rohr- und Schlauchleitungen den Problemzonen ( Rad-Schiene) zu geführt. Im Modell kann diese Verfahrensweise gut nachgestaltet werden.

3 Gedanken zu „Besandungsanlage

  • Schöne Anlage, aber ich möchte gerne darauf hinweisen dass das Kibri Besandungsturm um einen Querteil zu hoch ist. Mann soll der untern Quertrager entfernen, sonnst können die Preiserlein nie die Hähne zum Besanden betätigen. Bizar ist zu sehen, wie Kibri auf ihren Bausatsverpacküng selbst eine Foto gibt mit ein Quertrager weniger….

    Bob

  • Gerne getan ! Ich bin gerade beschäftigt um genau die gleiche Anordnung an zu fertigen, und durch meine Suche auf Ihre Fotos gestossen. Beim ersten Foto fiehl es mich erst auf wie gross der Abstand zwischen Lokoberkante und Hähne ist. Dank Ihre Bilder hab ich weiter gesucht und gefunden das das Kibri Gestell um ein Teil zu hoch ist. Warum is mir nich klar.

    Gibst eine möglichkeit einige meine Bilder zu senden ?

    Bestens,

    Bob

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